Losung für heute
Wohl dem, der den HERRN fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten!
Psalm 112,1

Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
1.Petrus 2,24-25

Josef – Gehen oder Bleiben?

Foto: Boris Rostami-Rabet, Hamburg/Kalender „Der Andere Advent“ 2006/07, Verein Andere Zeiten, Hamburg, www.anderezeiten.de
Stellen wir uns als Männer mal folgende Situation vor: Wir sind frisch verliebt in eine wunderschöne Frau, mit einer gemeinsamen Zukunft vor Augen. Und dann das: Es stellt sich heraus, dass diese Frau, der wir unser ganzes Vertrauen und Zuwendung geschenkt haben, plötzlich durch einen uns Unbekannten schwanger wurde. Und wir selbst hatten sie noch nie berührt, weil wir bis zur Ehe warten wollten.
Unser Vertrauen ist von jetzt auf gleich zerstört: Mit wie vielen Männern mag sie es schon vor uns getrieben haben? Dieser Gedanke lässt sich nicht mehr abschütteln. Und in einer solchen Situation gibt es mit Sicherheit doch nur noch eine einzige Entscheidung, oder?
Genau diese Geschichte wird uns in der Bibel erzählt – und zwar kurz vor der Geburt Jesu.
Josef war verbindlich mit Mirjam (lateinisch Maria) verlobt als er erfuhr, dass seine Verlobte schwanger war. Und zwar nicht von ihm! Welche Alternativen blieben ihm nun nach der jüdischen Rechtsprechung? Das Gesetz Gottes, durch Mose dem Volk Israel mitgeteilt, ließ zwei Möglichkeiten zu: Er könnte Maria anzeigen und als vermeintliche Ehebrecherin vor Gericht stellen lassen. Nach der Anweisung im fünften Buch Mose sollten solche Frauen gesteinigt werden. (5. Mose Kap.22 Verse 23+24) Die zweite Möglichkeit wäre gewesen ihr einen Scheidebrief auszustellen und sie zu entlassen. Damit wäre sie dann aber lebenslang geächtet.
Aber Josef will beides nicht. Offensichtlich liegt ihm Maria trotz alledem am Herzen. Er will sie heimlich verlassen, so, als hätte es zwischen ihnen nie eine Beziehung gegeben. Er war ein frommer Mann, so steht es in Matthäus 1, er wollte sie nicht in Schande bringen. Aber er musste gehen, da gab es kein Pardon.
Und in solchen Momenten wird die Bibel auch für uns heute wieder ganz aktuell. Wenn wir absolut nicht mehr weiterwissen, dann greift Gott in seiner Macht in unser Leben ein. Wenn wir beten: Herr, was soll ich jetzt bloß tun in dieser verfahrenen Situation? Dann möchte er uns wieder Vertrauen in seine Größe und Allmacht schenken. Dies ist u.a. nachzulesen in Psalm 139 Verse 2 – 18, dort wird es sehr schön beschrieben.
Dem Josef sind damals Engel Gottes erschienen mit dem Zuruf: „Fürchte dich nicht. Das was hier geschieht ist von Gottes Geist ins Leben gerufen.“ Wie oft haben wir nicht ähnliches erlebt? Wie Gott in unser Leben eingreift und uns Trost und wieder neu den Blick nach vorne schenkt.
Josef nimmt diesen Zuruf Gottes an. Josef empfängt einen Auftrag und sagt ja in seinem Handeln. Gott stellt ihn in die Verantwortung für das Kind Jesus, den kommenden Schöpfer und Retter unserer verlorenen Menschheit. Ob ihm das wohl jemals wirklich bewusst wurde?
Und wenn man darüber hinaus das Verhalten des Josef im Matthäusevangelium weiter verfolgt, so kann man eigentlich nur staunen. Um sein angenommenes Kind vor dem Tod zu schützen flieht er in ein Flüchtlingslager nach Ägypten. Dort bleibt er längere Zeit bis die Verfolger Jesu verstorben sind. Dann aber kehrt er auch nicht in seine Heimatstadt Bethlehem zurück, sondern zieht nach Nazareth.
Dort erlebt Jesus seine Kindheit, dort erlebt er seinen menschlichen Vater Josef. Und sicher hat Jesus auch dort schon als Kind erlebt was Vaterliebe bedeutet, wie Vaterliebe sein Leben bewahrt und ihn heranreifen lässt.
Josef, scheinbar spielt er keine große Rolle in der Bibel. Aber doch: Einer, der nicht kneift, als Gott ihn beauftragt. Ein Mann, der erfahren durfte, wie Gott mit seiner Kraft in sein Leben eingreift und den Alltag verändert.
Und vielleicht auch heute noch ein Vorbild für uns Männer, insbesondere wenn Gott uns in schwierige und schwer durchschaubare Lebenssituationen hineinführt - und hindurchführen möchte.
Willi Gebhardt
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