Losung für heute
Dein, HERR, ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit und der Ruhm und die Hoheit. Denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.
1.Chronik 29,11

Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle.
1.Timotheus 2,5-6

Abschied von Kirchenmusikerin Bianca Jungmann nach fast 25 Jahren

Die Gemeinde in das Gotteslob hineinnehmen

Einen besonderen und für mich auch ein sehr bewegenden Gottesdienst haben wir am 31. Dezember gefeiert. Denn es hieß Abschied zu nehmen von Bianca Jungmann als Kirchenmusikerin unserer Kirchengemeinde.
Seit ich im August 1996 nach Anhausen gekommen war, haben wir regelmäßig zusammen Gottesdienste gestaltet. Eine über 25 jährige enge und von Vertrauen und gegenseitigem Verständnis geprägte Zusammenarbeit ging zu Ende. Zum Abschied spielte Bianca Bachs „Wohl mir, dass ich Jesum habe“. Das war, auf den Punkt gebracht, unser Programm.
Bis 1998 war Bianca, die in Neuwied bei Kirchenmusikdirektor Günter Gruschwitz das Orgelspiel erlernt hatte und einen Befähigungsnachweis für Kirchenmusik erworben hatte, vor allem in den monatlichen Frühgottesdiensten in Thalhausen und Rüscheid tätig.
Im März 1998 wurde Bianca dann, nachdem der bisherige Anhauser Kirchenmusiker Manfred Meurer seinen Dienst aus Altersgründen abgegeben hatte, dessen Nachfolgerin. Von da an haben wir unzählige Gottesdienste gemeinsam gefeiert und gestaltet. Bianca war es stets anzumerken, dass sie großes Verständnis für die Inhalte der Gottesdienste hatte. Sie verkündigte das Wort Gottes mit der Orgel, dem Keyboard und ihrer Posaune. Und sie konnte die Gemeinde in das Gotteslob mit hineinnehmen. Das galt für den Sonntagsgottesdienst ebenso wie für Trauungen, Schulgottesdienste oder Beerdigungen.
Als sich im Jahr 1999 das Chörchen gründete, übernahm Bianca schnell die Leitung der zunächst sehr kleinen Gruppe. In über zwei Jahrzehnten hat sie einen im Kirchspiel und darüber hinaus sehr geschätzten Chor geformt. Der Name Chörchen blieb zwar immer bestehen. Angesichts der zunehmenden Größe des Chores war dieser Name aber schon bald eine glatte und oft zum Schmunzeln Anlass gebende Untertreibung.
Dem Posaunenchor hatte Bianca schon als Jugendliche angehört, in meiner Wahrnehmung also „schon immer“. Zunächst hatte sie unter Horst Rämer und später Holger Jensen einfach nur mitgespielt. Dann aber übernahm sie nach dem Weggang von Holger Jensen auch die Leitung des PC, wie sich der Chor dann schlicht und einfach nannte. In diesen Jahren ist der Chor kräftig gewachsen. Vor allem Kinder und Jugendliche kamen dazu. Für diese wurde der PC sehr attraktiv, als er sich musikalisch stark für zeitgenössische Musik öffnete. Auch dazu hat Bianca wesentlich beigetragen.
Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts haben sich unsere Gottesdienste sehr verändert. Vielen in der Gemeinde war es ein großes Anliegen, dass in den Gottesdiensten verstärkt Musik vorkam, die den aktuellen Hörgewohnheiten der Menschen entsprach. So wurden die oft Jahrhunderte alten liturgischen Stücke durch musikalisch und textlich moderne Verse ersetzt. Mit der roten Liedermappe, die ebenfalls moderne Lieder enthält, setzte sich eine Veränderung fort, die das Chörchen bereits Ende der 90er Jahre eingeleitet hatte. Bianca war diesen Neuerungen gegenüber immer sehr offen und hat sie gerne der Gemeinde nahegebracht.
Andererseits nahm Bianca aber nach der Familienpause ihren erlernten Beruf als Technische Zeichnerin wieder auf. Später ergriff sie die Gelegenheit, sich zur Technikerin weiterzubilden. Sie fand schließlich Arbeit in einem internationalen Konzern. Die Arbeit verdichtete sich. Auslandsreisen wurden nötig und anderes mehr.
So blieb am Ende einfach nicht mehr die Zeit, für Orgeldienste und Chorleitungen. Das Presbyterium hat in seiner Oktobersitzung dann mit sehr großem Bedauern zur Kenntnis nehmen müssen, dass Bianca die von ihr so geliebte Kirchenmusik in der bisherigen Form nicht mehr fortführen kann. Umso erfreuter sind wir alle, dass Bianca in Zukunft für Vertretungsdienste weiterhin zur Verfügung steht.
Gerne und von Herzen sage ich im Namen des Presbyteriums und der ganzen Gemeinde „Danke!“ für so viele Jahre des kirchenmusikalischen Dienstes für die Gemeinde und für den Herrn der Gemeinde, Jesus Christus.
Liebe Bianca, du warst in den all den Jahren so zuverlässig und fleißig, vor allem aber auch einfühlsam und mitfühlend. Das gilt sowohl in musikalischer wie in menschlicher Hinsicht. Am erfreulichen Weg unserer Kirchengemeinde in den letzten zwei Jahrzehnten hast du großen Anteil. Gott schütze und bewahre dich und deine Familie!
Andreas Laengner
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